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Hunde als vierbeinige Helfer

Keine Schäferei ohne die fleißigen Hütehunde: Auch unser Betrieb ist auf die vierbeinigen Helfer angewiesen. Wir haben einen Schafpudel für die grobe Arbeit im Feld und einen Border Collie für die feine Arbeit am Hof und im Stall.
Das Hüten, Treiben und Bewachen seiner Haustiere war eine der ersten Aufgaben, die der Mensch dem Hund übertrug. Durch gezielte Selektion entstanden im Laufe der Jahrtausende hochspezialisierte Hunderassen mit faszinierenden Fähigkeiten.


Border Collies als Hütehunde
Im Gegensatz zu den Herdenbegleithunden, die als kräftige Wächter ihre Herde vor dem Zugriff von zwei- und vierbeinigen Räubern beschützen sollen, ist die Aufgabe der Hütehunde, die Herde zusammenzuhalten und zu dirigieren. Dies ist vor allem in bergigem, unübersichtlichem Gelände eine für Menschen kaum zu bewältigende Aufgabe. Ein guter Hütehund macht dabei die Arbeit von ca. 20 Menschen!

Ein Spezialist unter den Hütehunden ist der Border Collie, der als Ur-Vater aller Collies gilt. Der Border Collie zeichnet sich besonders durch die Fähigkeit aus, eine ganze Schafherde völlig ohne fremde Hilfe sicher von einem Ort zum anderen zu bringen. Vielleicht haben Sie ja mal die Gelegenheit, einem Border Collie bei der Arbeit zuzuschauen: Ganz aufmerksam beobachtet er die Herde. Wenn ein Schaf sich von der Masse trennt, läuft der Border los, fängt an sich zu ducken, schleicht wie eine Katze auf das Schaf zu und sucht Augenkontakt. Wobei der Border ganz auf das Verhalten der Schafe eingeht. Bei älteren störrischen Schafen muss er sich durch einen "Griff", das ist ein kontrollierter Biss, durchsetzen. Bei jungen scheuen Schafen muss er den nötigen Abstand einhalten, damit die Schafe keine Panik bekommen und die Flucht ergreifen.

Sehr selten geworden: Altdeutsche Hütehunde
Bei den Altdeutschen Hütehunden handelt es sich um Arbeitshunde, deren Ursprünge bei den alten Herdenschutzhundrassen zu finden sind. Man spricht von den Schlägen der Altdeutschen Hütehunde, da es sich um keine einheitliche Rasse von Hunden handelt. Je nach den Anforderungen und Bedürfnissen der Bauern, Kuh- und Schafhirten wurden die leistungsfähigsten ihrer Hunde auf Gebrauchseigenschaften wie Hüteveranlagung, Robustheit, Ausdauer, Vitalität, Leichtfuttrigkeit, Härte und Hitzeresistenz hin selektiert. Hütetrieb und Griff sind die wichtigsten Eigenschaften des Altdeutschen Hütehundes, die ihn zum geeigneten Arbeitshund für Hüte- und Koppelschäfer machen. Der druckvolle Griff und das gut ausgeprägte Selbstbewusstsein dieser Hunde bringen den Schäfer in die Lage, Herden mit 1000 Tieren und mehr sicher durch unsere zersiedelte Kulturlandschaft zu bringen.
Für die Zucht der Altdeutschen waren und sind die Gebrauchseigenschaften von entscheidender Bedeutung. Sie werden nicht nach Schönheit und Rassestandard gezüchtet, sondern nach Leistung. Im Laufe der Jahrzehnte sind so einige sehr typische regionale Hundeschläge entstanden, die aber in Größe, Körperbau, Fellstruktur und vor allem Temperament sehr stark variieren können.

Äußerst selten sind die altdeutschen Tiger, die vor allem im süddeutschen Raum beheimatet sind. Ein besonderes Merkmal dieses Schlages ist ein eisblaues Auge, auch "Glasauge" genannt. Noch seltener sind die Schaf- oder Hütepudel, die einen etwas kleineren und wendigeren Hütehund verkörpern. Gerade beim Schafpudel stellt die Ausbildung zum gebrauchsfertigen Hütehund bedingt durch sein oft lebhaftes Wesen eine Herausforderung dar. Er ist für Anfänger und Laien nur bedingt empfehlenswert, da er während der Ausbildung vom Schäfer viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt.

Beim Thema welche Rasse bzw. Schlag der beste Hütehund ist, scheiden sich die Geister. Vielleicht ist es auch eine Frage der Philosophie. Meiner Meinung nach gibt die Betriebsform (Wander-, Hüte- oder Koppelschafhaltung) den Hundetyp vor. Und was man nicht vergessen darf - jeder Hund ist einzigartig!



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